Durch FRANKREICH und an der RHONE nach Norden

 

16. Juni 2017, Freitag

Eine ruhige Nacht und bis 7 Uhr schlafen. Keine Vögel, kein Hahnenschrei und rechts von mir alles leer. Das ist blöd und ich glaube es verweichtlicht sofort. Also ein normales Frühstück mit Kaffee und selbstgemachter Erdbeermarmelade, neue Ernte, wie die Frau des Hauses erklärt. Ich besuche noch kurz die Sparkasse und NORMA. Vollständig aufgerüstet (5 L Getränke) geht es los. Nach kurzer Überlegung und aufgrund der Rücksprache gestern mit meiner Lieblingstochter fahre ich den ganzen Weg zurück zu meiner Strecke, gut 20 Km. Ich fahre also wieder in FRANKREICH nach Norden. Aber alles gut, ich fahre erneut auf dem Radweg neben dem KANAL-RHONE-RHIN und man glaubt es nicht, es geht so bis nach STRASSBOURG!. Also gute 50 Km! GARMIN führt mich auch super durch STRASSBOURG hindurch, eine tolle Stadt für die Verkehrsführung der Fahrräder gibt es von mir eine glatte 2, toll gemacht. Dieses Schild ist mir immer wieder begegnet, „SAUF CYCLISTES“ und ich habe mich bemüht dem nachzukommen. Schließlich ist man als CYCLISTER der Sache verpflichtet.   Bevor ich gar keine Bilder von STRASSBOURG habe, halte ich die Kamera einmal auf den RHEIN und einmal zurück.   Und dann der CP FREIZEITCENTER OBERRHEIN, die waren ausgebucht. Für mich als Radreisenden finden sie aber noch eine Ecke. Eingeklemmt zwischen Wohnwagen und Wohnmobilen, aber ich will ja nur schlafen. Internet ist wieder ganz schlecht, sie knöpfen einem 2,50 € dafür ab, aber seit ich angefangen habe zu schreiben hat es mit der Verbindung noch nicht geklappt. Abzocke? Ich gebe auf, auch diesen Bericht gibt es morgen. Jetzt bin ich also in DEUTSCHLAND! Auf der Seite geht mein Bericht weiter.  

15. Juni 2017, Donnerstag

Ein geiler Tag! Eigentlich mag ich diese Vokabel nicht, aber es fällt mir keine andere Beschreibung ein. Es rollt! Vermutlich weil es Rtg. Deutschland geht, einfach wunderbar. Nach einigen Ausrutschern findet GARMIN auch die richtigen Wege. Nachdem ich die Möglichkeit zum Einkauf in einer Bäckerei hatte, findet sich auch der nächste Haltepunkt. Geeignet nur zum Essen, zum Ruhen suchen wir weiter. Gut eine Stunde habe ich  später auf dieser Bank sogar geschlafen. Danach weiter und endlich ist es da, das Schild, dass auf die Bundesrepublik DEUTSCHLAND hinweist! Am CP auf der deutschen Seite wird mir erklärt, dass sie keinen Pool haben und das Restaurant heute geschlossen hat. Also Strecke vom 17. Juni laden und weiter. Diese Verzögerung hat mich gut 15 Km gekoset.   Ich treffe BERND, einen Fahrradbiker, der mich sofort bei der Suche nach einem CP unterstützt. Aber erst zeigt er mir tolle Ortschaften in der Nähe und führt mich wieder auf die deutsche Seite des RHEINS. In SASDORF finden wir einen Dorfgasthof und trinken ein Bier. „Einen CP haben wir hier nicht“, erklärt er dann. Als einzige Möglichkeit der Übernachtung bleibt dieser Dorfgasthof, wo ich ein nettes Zimmer bekomme.. Als ich nach dem Duschen im Biergarten auftauche und eine Brotzeit bestelle, braut sich am Himmel einiges zusammen, es bricht fast eine Panik aus und die Leute flüchten nach drinnen. Dabei donnerte es zuerst nur, dann begann es zu regnen und steigerte sich zum aus dem letzten Jahr bekannten „Frankreichregen“. Es gibt also Glückliche, Glückslinder und WOLLYS. Auf jedem CP wäre ich untergegangen. Toll, so ein Dorf, INTERNET:nein und als sie meine Kreditkarte sah schüttelte sie den Kopf. „Haben wir hier nicht, cash“. Handelt es sich vielleicht um das kleine gallische Dorf, das ROM Widerstand leistet? Das Zimmer war gut und ich habe seit langer Zeit in so einen schwarzen Kasten geschaut, dort geigte ein Herr RELIEU, glaube ich jedenfalls. Bis morgen

14. Juni 2017, Mittwoch

Hey, was ist das? Regen ab 05:15 Uhr! 127 Tropfen in 5 Minuten, also machte es fast alle 2 Sekunden „Plack“. Wie auch immer, hoch, es war jetzt trocken und damit begann ein

SUPERGEILER TAG

Er fängt dann mit diesem Sonnenaufgang an, ist das ein ROT?

Mit wenigen Metern Ausnahme ging es den ganzen Tag am Kanal oder am DOUBS auf einem Superradweg entlang. Ich betone noch einmal die Qualität des Radweges und drumherum die Natur.

Ich habe meine Kamera einfach einmal im Videomodus mitlaufen lassen, kommt dann später ins Netz.

Erste Pause mit dem Guten-Morgen-Gruß zum ENGELCHEN noch vor 9 Uhr. Es ist hier komisch, in einem Cafe gibt es CaL und der Wirt schickt mich zum Bäcker um die Ecke, wenn ich frühstücken möchte. So auch hier und es setzen sich 2 Paare aus Hamburg mit an den Nachbartisch. Sie bestaunen mein Fahrrad, halten mich aber für bekloppt.

 

2. Pause gegen 11 auf dem Dorfplatz eines kleinen Ortes und zum Mittag dann mit einem kleinen Nickerchen an diesem Weg. Ich hatte mir zum Frühstück zwei Baguettestangen mit Käse und Schinken gekauft, der Rest wurde in diesen Pausen vertilgt.

 

Schon wieder ein Rieseninsekt, hatten wir doch schon einmal. War das noch in SPANIEN oder schon in FRANKREICH?

Mein GARMIN und ich sind jetzt dicke Freunde! Er führt mich am Kanal durch MONTBELIARD, ohne dass ich eine Stadt bemerke. In BELFORT nur wenige Straßen vom DOUBS weg zum CP L‘ ETANG DES FORGES, einem der besten Plätze dieser Tour. Ich habe mich herrlich in dem Pool gefühlt, die Sanitäranlagen sind sauber und relativ modern. Klasse! Ob das mit dem Internet heute noch klappt, kann ich noch nicht sagen. Ich fange einfach mal an, ansonsten vielleicht ohne Bilder.

13. Juni 2017, Dienstag

Hey, was für ein Tag! Gleich 500 m hinter dem CP geht es auf den geilen Radweg neben dem Kanal und/oder dem „DOUBS“.

              Und diese Natur kann nicht oft genug gezeigt werden.

 

Unterwegs hatte einer sein Privatflugzeug im Garten stehen, die Startbahn wird wohl erst später gebaut. Das ist wie Holger und ich an der ODER/NEIßE gesehen hatten, wo einer seine „MIC“ im Garten hatte.

 

Immer am Fluß oder Kanal entlang und zwischendurch eine kleine Frühstückspause.

Im Restaurant gab es nur CaL und kein dejeuner, aber eine kurze Wegbeschreibung zum Bäcker. Daneben gleich ein kleiner Kaufmann und ich frische mein Getränkevorräte wieder auf 5 L auf. Hier am Kanal wurde dann gleich ein Teil verzehrt. Hier fiel mir der Baum auf, zu dem die Bemerkung „Der platzt aus allen Nähten“ passen würde.  

Am Weg eine Herde „Minipferde“, die Nachwuchs bekommen haben.

  Ich verlasse mich auf GARMIN um zum Ziel zu kommen. Doch der versucht mich auf Waldwegen, die nicht als Weg zu erkennen sind, um die Stadt herum zu führen. Geht natürlich nicht, ist nicht fahrbar!  

Also durch BESANCON, was eine Katastrophe wurde. Kein erkennbares Verkehrssystem, Straßen kreuz und quer und es ist schwer in eine bestimmte Richtung zu fahren. Radwege sind rar bzw. gar nicht vorhanden. So finde ich die 4-spurige Hauptader in Rtg. MONTBELIARD, also meine Strecke. Ein Radweg ist nicht vorhanden und die Autos jagen mich. OK, ich habe überlebt und gegen 13 Uhr bin ich am Ziel, CP DE BESANCON. Keiner da! Pause bis 14 Uhr. Ich starte mit GARMIN meine nächste Strecke, die vom 15. Juni, und fahre weiter.

Schon nach kurzer Strecke auf einer Straße fängt der Superradweg wieder an, übrigens der EUROVELO 6. Das Fahren macht richtig Spaß! Ich will nicht nerven, aber diese Natur …

In BAUME-LES-DAMES sehe ich ein Hinweisschild zum Camping. Eine nette Dame macht mich auf Deutsch darauf aufmerksam, dass der CP auf der anderen Seite des DOUBS ist, kann man nicht verfehlen. Auf meine Frage beschreibt sie noch den Weg zu einem Kaufmann, und dann nehmen sie die zweite Brücke, führt auch zum CP. Na was habe ich wohl eingekauft? Richtig! Baguette, Oliven und meinen Salat aus Sellerie und Karotten. Ja, OK, zwei Dosen Bier auch noch. Der Vollständigkeit halber auch noch eine Flasche Wasser und ein Tetrapak Apfelsaft. Alles gemischt, alles verstaut und los. Auch keiner da, aber dafür steht dran und sogar auch in deutsch, dass man sich einen Platz suchen soll und ab 18 Uhr dann anmelden. Ich drehe mindestens 5 Runden, die Leute gucken schon, aber es ist kein Schattenplatz frei. Ein netter älterer Herr hat dann Mitleid und spricht mich an. Nach seinen Angaben haben Radfahrer schon auf der Spielwiese/Ballspielfeld unter den Bäumen im Schatten gestanden, und es hat auch niemand etwas dagegen gesagt. DANKE! Der CP hat den Firmenstempel COMPLEXE TOURISTIQUE, BAUMES-LES-DAMES. Keine Elektrizität aber nach einem Hinweis vorn bei der Rezeption Internet, also versuche ich es …

12. Juni 2017, Montag

 

Alles wie immer, nur diesmal noch ein letztes Foto vom CP. Sehr gepflegt, einer der Besten dieser Tour.

 

Dieses Haus steht zum Verkauf. ENGELCHEN, wie ist es mit südost FRANKREICH?

       

    Haben die in FRANKREICH auch einmal eine inländische Grenze, dieser Turm sieht ähnlich den innerdeutschen Türmen aus, oder?      

 

Das Wetter ist heute Morgen sehr bedeckt, es wird doch nicht …

Meine Fahrtrichtung sieht jedoch heller aus. Meine erste Pause mache ich mit Apfelschorle und Gebäckkuchen unter diesem Kreuz, wir haben uns gut vertragen.

Ich bringe euch auch in diesem Jahr das Wetter mit, dann kann keiner lästern.

In DAMEREY gibt es noch immer dieses Haus, hat sich nicht verändert, sogar das „Schweinchen“ sitzt noch im Beutel.

In CHEMIN sehe ich eine Bank im Schatten, verzehre meine restlichen Gebäckkuchen und mache tatsächlich ein Nickerchen. Fast eine Stunde, ganz entspannt.     Ab TAVAUX gibt es endlich diesen Radweg an der LE DOUBS, auf den GARMIN mich auch gleich führt.   Super und das geht so bis zum CP DU PASQUIERE in DOLE.   Hier waren die im letzten Jahr bei Regen richtig ausverschämt, wollten viel Geld für eine kleine Hütte ohne Extras. Da bin ich lieber den Berg hoch zum Hotel DU ROCHE gefahren, mit Menü und Frühstück. Dieses Jahr ist der Himmel bedeckt und eine Nacht mit Elektrik und Internet macht 17,10 €, allerdings ist dabei auch schon das Aufbaugetränk. Und da ich schon 14:30 Uhr hier war, machte ich einen Stadtbummel, ich wollte mir Sandalen kaufen. In der gesamten Fußgängerzone kein Schuhgeschäft. Respekt! Schlimmer war jedoch, dass auch kein vernünftiges Restaurant offen hatte, alle wohl Montags Ruhetag. Mir blieb dann nur ein Dönerteller mit Dosenbier, egal, satt.    

11. Juni 2017, Sonntag

Früh los und die Suche nach dem RHONE-Radweg begann. Weil es ihn in dieser Region noch nicht gibt, konnte ich ihn auch nicht finden. War mir ca. 10 Km Umwege wert, immer mal wieder von der Straße zum Fluß, Oh Gott, nicht fahrbar, und wieder zurück. Dafür war die Landschaft eine Pracht, ich hätte hunderte Fotos machen können. Einige Beispiele:

Von der Landschaft werde ich nicht satt, ich möchte endlich Frühstück. Und weil ich ein Glückskind bin, kam mein Frühstück. Wie im letzten Jahr, als ich in den Serpentinen am Verdursten war und das „SKODA-Werbeteam“ mich rettete, kamen diesmal die „Schwestern vom französischen ROTEN KREUZ“ und erlösten mich. Wir hatten viel Spaß und ich bekam gegen eine kleine Spende Kaffee und Croissants. Eben ein Glückskind!

Auf den Umwegen haben es mir die Kirchen angetan und in der Einsamkeit der schlechten Wege fand ich diesen, ja was ist das? Park? Kann sein. Auf jeden Fall gehörten diese Enten dazu.

Dann später der Wechsel auf die andere Seite der SAONE in MACON.

Und der erste Blick auf die Stadt, von hier aus gab es auch den „VOIE BLUE“, wie der gute Weg hier benannt ist. Hier in MACON war der Teufel los, es fanden Ruderwettfahrten statt, die ganze Stadt schien sich auf meiner Promanade aufzuhalten. Es ist hier ganz anders, denn auch weiter stadtauswärts hielten sich viele Menschen am Flußufer auf. Hier wurde gegrillt, geangelt, getaucht, das Boot zu Wasser gelassen, usw. Die Menschen leben ihren Fluß!

Eine kurze Rast und mein letztes Baguette an diesem herrlichen Schattenplatz. Und immer wieder die Landschaft und jetzt natürlich auch der Radweg. Und mitten im NICHTS mein CP DU CHATEAU DE L’EPERVIERE. Ich hatte mir in Gedanken schon ausgedacht, dass ich weiter fahre, wenn dieser Platz nichts bietet. Aber alles da. Restaurant und Shop und eine Bar, in der ich gerade dies hier schreibe und nur hier gibt es INTERNET. Nach Auskunft der „Umsitzenden“ nicht so toll, aber ich will es versuchen, im Notfall ohne Bilder …

Sollte das Layout nicht stimmen, ich arbeite auf einem kleinen Netbook und stelle alles hierauf ein, mag im Großen anders aussehen.

10. Juni 2016, Samstag

Ein ganz ruhiger Tag beginnt schon mit der Abfahrt um 7 Uhr. Neuer Rekord. Wir, GARMIN und ich, finden schnell unsere Strecke, die wieder teilweise Spitze und dann wieder Mist ist.

Hier noch einige Bilder von der herrlichen Landschaft.

        Man stelle sich vor, GARMIN hat den linken unbefestigten Weg über viele Km als Strecke angezeigt. Der rechte Weg ist der befestigte Radweg „VIA RHONA“, ein Unterschied, oder?        

Damit ich nicht durchfahre und gar kein Foto mache, hier zwei Bilder aus LYON. Garmin hat mich excellent durchgebracht, kein Problem!

Dieser Tunnel in LYON ist etwa 2 Km lang, die rechte Röhre ist für Radfahrer und Fußgänger. Keine Abzweige unterwegs und endlos lang. Ein irres Bauwerk, dass mir aber den „Bergsteiger“ ersparte. Irre ist auch, dass ich von der RHONE in den Tunnel einfahre und nach fast 2 Km dahinter an der SAONE herauskomme.    

Das Ortsausgangsschild von LYON, ein Eingangsschild ist mir nicht begegnet. Seht ihr es? Vielleicht auf dem zweiten Bild? Na gut, die Auflösung hier:

Mein CP L‘ ECLUSE, ich habe mir eine schattige Ecke herausgesucht. Leider wieder ein Platz, der nichts bietet. Gerade heute habe ich aber keine Verpflegung mehr und suche ein Restaurant in der Umgebung. Nichts da! Zwei sind geschlossen und mehr sehe ich nicht.Da musste ich mich mit dem goldenen „M“ zufrieden geben, besser als Nichts.    

9. Juni 2017, Freitag

Ich habe richtig gut geschlafen! Die Plane, die gegen den Sonnenschein geholfen hat, habe ich gegen Mitternacht wieder herunter genommen. So konnte das Zelt wieder atmen. Im Laufe der Nacht kühlt es mächtig ab und so decke ich mich irgendwann mit dem Schlafsack zu und schließe das Zelt. Wie immer los, ein Versuch gleich noch im Ort zu frühstücken scheiterte, die Pizzeria war noch nicht vorbereitet. Zunächst fahre ich nach Strecke. Als ich das Zeichen „VIA RHONA“ entdecke, nehme ich mehr Km in Kauf und bleibe auf dem Radweg. GARMIN ist direkter eingerichtet, er will viel Straße fahren. Ich nicht! Super dieser Radweg, solange es ihn gibt. Teilweise noch als Provisorium, aber meistens fahrbar. Dazu ein paar Bilder, weil sich hier wirklich viel getan hat.                       Über diese Brücke habe ich schon im letzten Jahr berichtet, sie gehört auch zum Radweg. Dort habe ich jetzt mal ein Video meiner Fahrt darüber gedreht, setze ich später ein. Im Ort danach treffe ich in einem excellenten Cafe zwei andere Radfahrer. Einen Holländer (65) und einen Belgier (73), die in Rtg. Süden fahren. Überhaupt war ich der Einzige, der in Rtg. Norden fährt. Insgesamt sind mir ca. 10-12 Reiseradler entgegen gekommen. Einer am frühen Morgen ist schon seit zwei Monaten unterwegs, hat in ganz Frankreich Familie oder Freunde besucht und ist jetzt auf dem Weg nach BARCELONA. Er verabschiedete mich mit: „Mach‘ s gut Bruder!“. Prima, Winnetou reitet jetzt ein Fahrrad. Die Landschaft ist immer wieder fantastisch, auch hier ein paar Bilder.                 An diese Kühltürme kann ich mich auch erinnern, der erste Blick und 1 Stunde später war ich da. Der Weg führte später direkt an diesen Kühltürmen vorbei. In DEUTSCHLAND ist alles gesprerrt und man kommt nicht so nah heran.               Und schließlich habe ich doch noch „alte Kumpels“ getroffen. Während sich diese Schwäne nicht mehr an mich erinnerten, war es mit dem „Pferd von PIPI LANGSTRUMPF“ doch ein echtes Wiedersehn.       Dieser Kirchturm mit der Absicherung dahinter fiel mir unterwegs noch auf.       In den kleinen Ortschaften direkt an der RHONE geht es immer bergauf, wenn man das Ufer verlässt. Manchmal so in kleinen Gassen bzw. Treppen.       Zu guter Letzt mein CP DES CLAIRES, schlecht angekündigt, aber doch gefunden. Ein guter Platz, ich werde gut schlafen.    

8. Juni 2017, Donnerstag (nachträglich)

Herrlich und ungestört geschlafen. Rechtzeitig los und ich nehme es vorweg, die ersten fast 40 Km gab es keinen Radweg VIA RHONE oder er war absolut nicht fahrbahr. Schon nach einem kurzen Weg musste ich feststellen, dass mich alle meine Vorjahresbekannten im Stich gelassen haben. Der Kumpel auf dem CP war nicht da, die festgeschraubte Vogelspinne konnte ich nicht wiederfinden und nun war auch der Bieber nicht an „unserer Stelle“. Na gut, dann nicht. Es ist zwar kein Radweg da, aber die Landschaft ist wirklich schön.     Diese übergroße Biene fiel mir in einem Ort auf, indem ich in einem riesigen Stau stand. Also raus und Foto machen. In dem gleichen Ort entdeckte ich diesen Turm, nicht bedeutend denke ich, aber etwas besonders Französisches. Genau wie dieses überdiemensionale Werk alter Baumeister, so stabil, dass man ihm heute noch vertraut. Darunter verlaufen Straßen und eine neuwertigere Sicherung konnte ich nicht erkennen.     Nach schlechten Radwegen kamen diese sehr guten, dann ein jähes Ende und der weitere Weg war nicht fahrbar. Wieder Umwege über größere Straßen.   Einen lieben Blumengruß sende ich wieder an mein ENGELCHEN, nur was ist das?         Ich überquere zum x-ten Mal die RHONE und mir fiel dabei diese Kirche auf. Etwas weiter war dieses Bauwerk in und auf und über der RHONE.         Mein CP MUNICIPAL in VIVERS, keiner da! Der „erste Dauercamper“ wies mich ein, aufbauen die Rezeption ist erst ab 18 Uhr besetzt. Internet gibt es hier übrigens überhaupt nicht, also kommt dieser Bericht erst morgen. Hey 6 € und 20 Cents Steuern, dafür aber auch keinen Luxus. Trotzdem erlebe ich hier die besten Duschen bisher, das Sanitärhaus wurde vor Kurzem renoviert.      

7. Juni 2017, Mittwoch

Dieser Tag hatte „ALLES“, Glück, Pech und alles was dazwischen liegt. Das mit der Elektrik hat ja gestern nicht so geklappt, also wird mein Handy heute über mein Fahrrad geladen. Alle Anschlüsse gelegt, Handy zeigt 07:18 Uhr und los. Zwei frühe Fotos,  vom jungen Tag und ein Blick zurück auf meinen CP in SETE.         Es folgen tolle Radwege, so etwas hat man in DEUTSCHLAND noch nicht gesehen. Km-lange, glatt betonierte Radwege mit der Trennung in der Mitte.   Ich fahre südwestlich von MONTPELLIER an der  zerklüfteten Küste entlang, einzelne Verbindungen zwischen Inseln, bzw. Landzungen. Irre, was GARMIN alles kennt. Doch dann erst ein bisschen normale Straße, es folgen einzelne, unbefestigte Wege. Sie werden schlechter, für Radfahrer gesperrt. Egal, an allen Hindernissen vorbei möchte ich auf meiner Strecke bleiben. Geht auch so.     Dann sehe ich in einiger Entfernung Rauch, wer macht denn hier Feuer? Feuer wäre gut gewesen, es waren Mückenschwärme, wie ich sie mir vorher nie habe vorstellen können. Über eine Strecke von etwa 2 Km war eine Wolke an der anderen. Kopf runter, Mund zu und vorsichtig durch die Nase atmen. Und Feuer, Gas, durch hier! Zurück kam jetzt sowieso nicht mehr infrage! Hinter den Wolken hatte ich schwarze Arme und Beine, meine gelbe Warnweste warnte nicht mehr, alles mit Mücken besetzt! Holger und Günther haben aus dem hohen Norden von solchen Schwärmen berichtet, was ich mir nicht vorstellen konnte. Jetzt weiß ich es!   In CARNON-PLAGE sind die Radwege wieder gut. Hier hat man eine Vorliebe für runde Bauten, entweder oben abgerundet oder rund gebaut. So ein Vogel auf der Verkehrsinsel ist auch einmal eine Abwechslung.     Die Landschaft ist wie bei uns, zwischendurch einmal ein Tor, das unweigerlich auf FRANKREICH hinweist. Mein erster Blick auf die RHONE, man vergleiche mit dem letzten Jahr, es ist genau dieselbe Stelle. Und mein geplanter CP in TARTARIN ist zwar offen, aber mit rot/weißen Ketten abgesperrt. Auf mein Rufen auf Spanisch, Deutsch, Englisch und Französisch antwortet gekonnt in jeder Sprache nur der große Hund. Also weiter, da ich mich an den nächsten CP LOU VINCENT gut erinnern kann. Die haben mir im letzten Jahr für eine Nacht eine günstige Hütte vermacht. Dort läuft alles gut, mein Platz hat Elektrik, das Internet ist anscheinend gut und ich konnte mir Tisch und Stuhl von nebenan ausleihen. Alles gut!      

6. Juni 2017, Dienstag (nachträglich)

Es rollt ab 07:15 Uhr und wie! Da ich heute teilweise Richtung OSTEN fahre, stört der Nordwind nicht mehr so stark. Gleich zu Beginn einmal ein ganz frühes Foto, damit man mit mir fühlen kann, wie hier die Tage beginnen. Etwas weiter, na ja eine gute halbe Stunde würde ich sagen, habe ich dieses Biest beinahe übersehen. Beim Ausweichen im letzten Moment hatte ich den Eindruck, sie schnappte nach mir. Angehalten mit Kamera, die Schlange bewegte sich ganz langsam, aber sie wollte weg. Ein schnelles Foto, war da nicht irgend etwas, dass Schlangen erst auf „Betriebstemperatur“ kommen müssen? Diese war wohl noch kalt und deshalb wohl auch langsam, vermutlich mein Glück.     Ich muss etwas zu den Radwegen dieses Tages schreiben. Solche Wege habe ich noch nicht oft gesehen. Neben Bundesstraßen gibt es hier in FRANKREICH fast immer auch einen fahrbahnbreiten Radweg mit einer gestrichelten Mittellinie. Irre! Viel führt meine heutige Strecke auch auf Wegen abseits des Autoverkehrs, einfach nur Fußgänger und Radfahrer. Pferde sind mit einem extra Schild verboten. Auf anderen Wegen habe ich bemerkt warum, die Pferdeäpfel haben ein größeres Volumen und verschwinden nicht so schnell von allein.         Mein Mittagsschläfchen habe ich in BEZIER gemacht, neben diesem Denkmal. Dort war aber zu viel los, ich konnte nicht so richtig schlafen. Also wieder los.       Auf dem CP LA LAGUNA in SETE bekam ich den allerletzten Platz und auch nur, weil er für Wohnmobile zu klein ist. Mit 11,22 € aber auch der günstigste bisher. Strom  ist allerdings weit weg und für mich nicht erreichbar, denn ich habe kein 20 m Verlängerungskabel dabei. Internet hat bei diesem ausgebuchten Platz keinen Sinn, wie der Monsieur in der Anmeldung sagt.   Bisher war ich immer der Meinung, dass die HOLLÄNDER das Campingvolk sind. Hier stelle ich in den Küstenorten fest, dass auf jeden Km mindestens ein CP kommt. Ist doch irre, oder? Auf diesem  Bild mit dem Radweg sind links „Hütten“ zu sehen. Dieser CP war etwa 4-5 Km lang. Die spinnen, die FRANZOSEN!        

5. Juni 2017, Montag (Pfingstmontag)

SPANIEN verabschiedet mich mit Regen, FRANKREICH schickt mir zur Begrüßung auch Regen, geil. Was für eine Nacht, bis 22 Uhr hat es teilweise geschüttet und ab 4 Uhr kam Sturm auf. Ich komme später auf diesen Sturm zurück. Aber worüber beschwere ich mich? Wenn es nachts regnet, kommt es nur auf mein Zelt an. Ich werde meiner Erfahrung mit diesem Zelt eine extra Seite widmen, habe jedoch den Hersteller und die Verkaufskette angeschrieben und um ihre Meinung zu meinen Erfahrungen mit zu teilen. Auf eine Antwort warte ich 4 Wochen, dann lege ich hier und in den Radforen los …! Eigentlich wollte ich heute länger liegen bleiben, aber ich war wach. Also los und 07:30 Uhr Abfahrt.   Es rollt gut, gibt aber nicht viel zum Fotografieren, na ja, vielleicht der hier mit seinem Wasserturm im Garten. Die Fahne dient zum Anzeigen des Sturmes, sie weht waagerecht!       Böswillig hat man mir Hindernisse in den Weg gestellt. Natürlich habe ich sie überwunden, sage aber nicht wie. Übrigens war auf dem Rest des tollen und ca. 15 Km langen Radwegeverlaufs nur eine kleine Unterführung gesperrt. Ließ sich leicht umgehen.   Dieser kleine Ort vor der Landzunge steht auf beige, alle Häuser und andere Bauten in der gleichen Farbe. Sieht irre aus. Als ich dort neben der Straße mein Fahrrad schob, da es fahrend gegen den Wind nicht möglich war, piepte mein GARMIN immer. Er schaltet auf „AUTOPAUSE“, wenn eine Windbö jegliche Vorwärtsbewegung verhindert hat.   Ich wollte noch einmal die Berge hervorheben und die Weingebiete zeigen, dass ich in FRANKREICH bin.   Schon im letzten Jahr habe ich über mich selbst lachen können. In diesem Jahr auch, denn dieser Übergang hat funktioniert! Und drüben habe ich festgestellt, dass ich auf der anderen Seite hätte bleiben müssen, also zurück!     Der Radweg, sagen wir einfach der unbefestigte Weg, führt in dieser Art über 10-12 Km an einem Kanal entlang. Auf der anderen Seite das Meer. Hier hatte ich im letzten Jahr die VOGELSPINNE fotografiert, die ich nicht wieder gefunden habe. Und zu guter Letzt mein CP LES MIMOSAS, an dem ich vorbeigefahren bin, weil GARMIN nicht „gepiept“ hat. Der bald folgende CP hatte keine Einkaufsmöglichkeit, so dass ich zurück fuhr. Guter Platz, mal sehen wie das Internet läuft.          

4. Juni 2017, Sonntag

Ich bin in FRANKREICH angekommen!
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